2003 Urlaub auf der Norseeinsel Borkum
Aufgrund meiner krankheitsbedingten Einschränkungen suchten wir im Jahr 2003 eine Behindertengerechte - Ferienwohnung. Wir wollten möglichst nicht zu weit fahren , da meine Frau zum ersten Mal den Fahrer für mich spielen musste. Nach langem Suchen stießen wir auf ein Angebot auf der Nordsee - Insel Borkum . Es war ein Bad mit einer ebenerdigen Dusche sowie eine erhöhte Toilette mit Haltegriffen vorhanden. Auf Rückfrage wurde mir dann auch eine Betterhöhung ermöglicht. Außerdem waren alle Türen und Räumlichkeiten so gestaltet , dass man überall mit dem Rollstuhl hinkommen konnte. Also buchten wir die Wohnung für zwei Wochen.Es war unser erster Urlaub in dem ich auf einen Rollstuhl angewiesen war. Für mich und meine Frau also vollkommendes Neuland. Das ging schon beim Planen los, was muss für mich alles mitgenommen werden, damit ich und meine Frau mit der Situation klarkommen konnten. Außer dem normalen Urlaubsgepäck musste der Rollstuhl , die Krücken, und auch eine Toilettenerhöhung mit.
Dann war es soweit, wir fuhren durch Holland bis zum Fährhafen Eemshaven an der holländischen Nordseeküste. Da ich auf der Fähre nicht im Auto bleiben durfte, brachte mich meine Frau zuerst mit dem Rollstuhl aufs Schiff. Danach fuhr sie erst den Wagen auf die Fähre. Alles viel umständlicher wie man es als Gesunder gewohnt ist. Die Überfahrt dauerte rund eine Stunde , und man konnte schon mal das Meer genießen. Auf Borkum angekommen, wieder alles in umgekehrter Reihenfolge , Auto vom Schiff und dann mich mit dem Rollstuhl über eine Rampe runter , und wieder ins Auto.
Nach einigem Suchen , Ankunft bei unserer Wohnung . Die Vermieter waren sehr nett , zeigten uns die Wohnung , und erklärten uns die Geräte . Ebenso gaben sie uns einen Plan der Insel, und zeigten uns darauf die Sehenswürdigkeiten. Für mein Bett hatten sie eine Erhöhung angebracht , so dass ich ohne Schwierigkeit aufstehen konnte.
Dann die ersten Ausflüge , mit dem Rollstuhl alles nicht so einfach . Da meine Kraft in den Händen und Armen ja auch nicht mehr gut war , musste meine Frau mich doch alleine schieben. Vor allem beim Schieben auf den Deich , und da wo zum Teil Sand war, ging es nicht besonders . Wir haben daraufhin diese Stellen immer versucht zu vermeiden, was leider nicht immer möglich war.
Da ich so nicht alle schönen Stellen der Insel erreichen konnte, habe ich mich an einigen Tagen Vormittags auf der Terrasse in die Sonne gesetzt , und ein Buch gelesen. Meine Frau konnte dann mit dem Fahrrad auf Erkundung gehen. Das machte sie allerdings nur ungern, da sie mich nicht gerne alleine lassen wollte.
Das Wetter spielte gut mit , so konnten wir jeden Tag draußen sein , und die gute Luft genießen.
Zum Schluss der Ferien bekam meine Frau dann leider Schmerzen im Rücken, was wohl durch das ständige Schieben des Rollstuhls ausgelöst wurde. So gestaltete sich der Abschied von der Insel etwas schwieriger als die Ankunft.
Wir waren dann Beide doch sehr froh , als wir wieder vor unserem Haus standen, und wieder alles seinen gewohnten Gang nehmen konnte.







